Altes Notebook mit SSD schneller machen

Eine neue SSD mit 256 GB Speicherkapazität wurde für das in die Jahre gekommen FSC Lifebook gekauft - hat sich die Anschaffung gelohnt? Die Ratgeberin hats getestet! - Foto: Ratgeberin.com

Nach spätestens 4 Jahren gehört heute ein handelsübliches Notebook sprichwörtlich zum alten Eisen. Der RAM ist für Office Anwendungen, für das Surfen (auch in performanten Browsern wie Googles Chrome) oder für Multimedia Anwendungen nicht mehr ausreichend und ständig voll ausgelastet.

Diese Ausgangssituation war auch bei der Ratgeberin der Fall und nachdem das „alte Betriebssystem“ sich letztendlich durch einen permanenten Blue Screen nicht mehr booten lies (Komplettausfall) war es an der Zeit vom bisherigen Betriebssystem auf eine neue Alternative umzusteigen. Von Windoof auf Linux, diesen Bericht könnt ihr hier nachlesen.

 

Eine neue SSD mit 256 GB Speicherkapazität wurde für das in die Jahre gekommen FSC Lifebook gekauft - hat sich die Anschaffung gelohnt? Die Ratgeberin hats getestet! - Foto: Ratgeberin.com

Eine neue SSD mit 256 GB Speicherkapazität wurde für das in die Jahre gekommen FSC Lifebook gekauft – hat sich die Anschaffung gelohnt? Die Ratgeberin hats getestet! – Foto: Ratgeberin.com

Grindige Festplatte raus – neue SDD Disk rein

Ein Faktor der sicherlich zu einem langsamen Arbeiten beigetragen hat, war der Fakt dass die noch Originalverbaute HDD im FSC Lifebook S6410 Notebook „grindig“ war, d.h. der Lese- Schreibkopf war sehr gut hörbar im Betrieb und beim Arbeiten. Anstatt eine neue eSATA Festplatte für das Notebook zukaufen viel die Wahl auf eine SDD Disk im mittleren Preisfeld – 256 Gigabyte für knapp 120€ (November 2014) mit kostenloser Versandoption.  Kleinere SDDs z.B. mit 128GB bzw. 64GB Fassungsvermögen hätten ca. die Hälfte oder Weniger gekostet. Aber man möchte ja einen Speicherplatz Puffer haben, Gigabytes werden im digitalen Video- Fotozeitalter schnell belegt 😉 (Stichwort 64GB Micro SD Karte für den digitalen Fotoapparat).

Im Detail wurde folgendes Hersteller Modell gewählt:  Transcend TS256G SSD 340 256GB (2,5“ Zoll intern).

Geliefert wurde die Solid-State-Disk von Transcend mit komplettem Montagezubehör z.B. einem 3,5“ Metallrahmen sowie passende Schrauben um die Disk auch fachgerecht in einen PC Tower einbauen zu können. Bilder von der SDD & Zubehör:

 

Für den Einbau in einem PC Tower legt Transcend bei seinen SSD's oftmals einen Einbaurahmen und die benötigten Schrauben dazu, super so soll man sich das Zubehör nicht extra kaufen - Foto: Ratgeberin.com

Für den Einbau in einem PC Tower legt Transcend bei seinen SSD’s oftmals einen Einbaurahmen und die benötigten Schrauben dazu, super so soll man sich das Zubehör nicht extra kaufen – Foto: Ratgeberin.com

SDD in das alte Notebook einbauen

Der Einbau ist in 3 Minuten erledigt vorausgesetzt man weiß wie man schnell das HDD Fach seines Notebooks öffnet. Mit einem Kreuzschlüssel müssen ca. 8 Schrauben entfernt werden. Anschließend drückt man mit einem Finger die Festplatte aus den eSATA Anschlüssen und entfernt mit einem Schraubdreher die HDD von ihrem Einbaurahmen. Nun wird die neue SDD an den Einbaurahmen montiert und zurück in die Halterung geschoben. Fertig!

Der obligatorische Kleinkram wie bei fast allen Herstellern: Garantiekarte, Anleitung sowie ein kleiner Werbeflyer über weitere Produkte aus der SDD-Palette - Foto: Ratgeberin.com

Der obligatorische Kleinkram wie bei fast allen Herstellern: Garantiekarte, Anleitung sowie ein kleiner Werbeflyer über weitere Produkte aus der SDD-Palette – Foto: Ratgeberin.com

 

Keine BIOS Änderungen nötig

Die neue Flashspeicher Disk wurde vom BIOS sofort erkannt und das einzige was man ändern sollte wenn man eine leere SDD ohne Betriebssystem in seinen Laptop einbaut ist die Bootreihenfolge. Denn von einer leeren Disk kann das Notebook kein OS starten. Deshalb hat die Ratgeberin wie hier erklärt einen bootfähigen USB Stick erstellt mit einem Linux KDE Desktop Image.

 

HTOP ein mächtiger Ressourcen Monitor in Linux zeigt beim ersten Blick, dass es sich gelohnt hat 1. auf KBUNTU umzusteigen und 2. die SSD Disk in das alte Lifebook einzubauen ;-) - Foto: Ratgeberin.com

HTOP ein mächtiger Ressourcen Monitor in Linux zeigt beim ersten Blick, dass es sich gelohnt hat 1. auf KBUNTU umzusteigen und 2. die SSD Disk in das alte Lifebook einzubauen 😉 – Foto: Ratgeberin.com

Und ab geht die Lutzi... Linux "krallt" sich zuerst den schnellen RAM Memory bevor der Swap Speicher belegt wird, der ist bei einer vorhandenen Solid State Disk übrigens auch schnell ;-)) - Foto: Ratgeberin.com

Und ab geht die Lutzi… Linux „krallt“ sich zuerst den schnellen RAM Memory bevor der Swap Speicher belegt wird, der ist bei einer vorhandenen Solid State Disk übrigens auch schnell ;-)) – Foto: Ratgeberin.com

Schnell, schneller, SDD?

Nach ca. zwei Wochen arbeiten mit der SDD auf einem FSC S6410 Lifebook (Baujahr 2007) und einem Linux Desktop Betriebssystem ist definitiv eine Leistungssteigerung spürbar insbesondere beim Abspielen von Videodateien mit mehr als 2GB Größe. Aber auch der Linux Bootvorgang dauert ca. 5 Sekunden wobei 1 Sekunde für den BIOS Boot abgezogen werden muss. Darauf hat das Betriebssystem leider keinen Einfluss 😉

Intelligente Swap Speicher vs. RAM Verwendung in Linux - Foto: Ratgeberin.com

Intelligente Swap Speicher vs. RAM Verwendung in Linux: bevor der SSD Swap Speicher verwendet wird, greift das Betriebssystem auf den schnelleren Arbeitsspeicher zurück – Foto: Ratgeberin.com

Lokale Anwendungen werden zeitnah geladen und der 4GB Ram sind für die Linux Distribution KBUNTU Plasma KDE (sehr futuristisch und MAC OS ähnlich) ausreichend, so dass sehr selten die kompletten 4 Gigabyte Arbeitsspeicher bzw. die Linux Auslagerungsdatei (Swap) höchstens minimal belegt ist.

 

Älteres Notebook mit neuer SSD und KDE Plasma Desktop - Foto: Ratgeberin.com

Älteres Notebook mit neuer SSD und KDE Plasma Desktop, mit 4GB RAM und Solid State Disk läuft das in die Jahre gekommene Lifebook ziemlich flott – das Plasma KDE Theme ist ebenfalls stilsicher und entspricht dem digitalen Zeitgeist anno 2014 – Foto: Ratgeberin.com

Fazit: die 120€ für den Einkauf der Solid State Disk haben sich allemal gelohnt, der Switch vom kostenpflichtigen Betriebssystem zu einer gratis Open Source Linux Variante sowieso 😉

Wenn man den bereits in die Jahre gekommene Laptop somit weitere 5 Jahre nutzen kann, war der Kaufbetrag gut investiertes Geld! Was man noch anmerken sollte, ist das man seine Lieblingsvideos und Bilder bzw. wichtige Daten prinzipiell auf einer externen USB Festplatte speichern sollte. Diese HDD ist im Idealfall doppelt vorhanden, sodass bei einem Defekt eine 1:1 Kopie der wichtigen persönlichen Dateien vorhanden ist. Natürlich gibt es in den heutigen Zeiten bereits Laptops mit 1 TB Festplatten – tritt ein technischer Defekt aus ist der Zeitaufwand exorbitant diese meist Terrabyte großen Datenvolumen zu recovern bzw. wiederherzustellen.

Daten sichern – sichere Backup Strategie:

Ein Bericht zur idealen privaten Backup Strategie könnt ihr hier zusätzlich kostenlos nachlesen – ist ganz interessant und spart im Ernstfall Nerven, Zeit und Frustration!!

Responses are currently closed, but you can trackback from your own site.

Comments are closed.

Durch die weitere Nutzung der Seite stimmst du der Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen

Die Cookie-Einstellungen auf dieser Website sind auf "Cookies zulassen" eingestellt, um das beste Surferlebnis zu ermöglichen. Wenn du diese Website ohne Änderung der Cookie-Einstellungen verwendest oder auf "Akzeptieren" klickst, erklärst du sich damit einverstanden.

Schließen